Wenn zwei eine Reise tun … oder: Und jährlich grüßt das Murmeltier … oder einfach: Traditionen pflegen.
Hendrik hatte mit seiner Band The Saint Paul erneut einen Auftritt im Grend in Essen. Fast zur gleichen Zeit wie 2025, nur um einen Tag verschoben: Diesmal war es der 23. Januar.
Ich hatte mich wieder als Roadie, Begleitperson, Fan der Band und Freund eingeklingt.
So ein Roadtrip macht ja trotz der langen Fahrzeit irgendwie Spaß! Man kann viel reden und sieht viel Interessantes und Schönes unterwegs. Wir sind gegen 9:30 Uhr in Lauffen am Neckar los und waren etwa um 14:30 Uhr in Essen. Inklusive Pinkelpause und einem längeren Stopp, um das E-Vehikel wieder aufzuladen, sind das ziemlich genau 5 Stunden Reisezeit.
Die Vorfreude war groß. Denn schließlich hatten sich auch Karen und James von Südengland aus auf den Weg zum Konzert gemacht. Genau wie letztes Jahr.




Aufbau und Soundcheck
Irgendwie ist das, als würde man für eine kleine Gruppe kochen: Man richtet viele Zutaten und Dinge zu einer ansehnlichen Festtafel her, über die sich dann alle – in vergleichsweise kurzer Zeit – hermachen und dabei Spaß haben. Und am Ende darf der Gastgeber aufräumen und putzen. Wieder ein ziemliches zeitliches Ungleichgewicht.
Aber man macht das ja, damit die Leute Spaß und Freude haben…
…und The Saint Paul sorgen mit viel Herzblut und Liebe zum Detail dafür, dass das auch klappt.














Das Konzert von The Saint Paul
Die Band bewegt sich musikalisch im Bereich Synthpop, Futurepop und EBM (Electronic Body Music). Ihr Sound wird oft als eine Mischung aus eingängigen Melodien, tanzbaren Beats und melancholischen, teils dunklen Elementen beschrieben. Sie verbinden klassischen Synthpop der 80er/90er mit modernen elektronischen Einflüssen.
Wenn man also auf melodischen, elektronischen Pop mit einer Prise „Dark Wave“-Atmosphäre steht, dann ist man bei den Essenern genau richtig.
The Saint Paul besteht im Kern aus:
- Paul Kuhs (Gesang, Songwriting)
- Marc Schleser (Produktion, Keyboards)
- Hendrik Strehl (Live-Drums)
Der Mix am Ende des Soundchecks war noch glasklar – und das von jedem Platz im Konzertsaal des Grend aus. Aber als das Konzert anfing, merkte man schnell, dass irgendwas nicht mehr stimmte. Das Schlagzeug war plötzlich sehr laut und donnerte über alle anderen Instrumente hinweg. Den Gesang konnte man nur noch erahnen. Irgendwie hatte ich den Eindruck, als sei da jemand Unbefugtes am Mischpult zugange gewesen. Leider war der nette und fähige Tontechniker des Grend nicht mehr vor Ort – der hätte das bestimmt in kürzester Zeit geregelt.
Aber sonst gab es nichts zu meckern, vor allem, wenn man die Lieder kennt. James und Karen, zwei treue Fans und mittlerweile gute Freunde, waren extra aus Südengland angereist. Ich fragte James, ob ihn der Soundmatsch nicht stören würde; der schüttelte nur den Kopf und hatte weiter Spaß. Die Band gab alles und das Publikum war klasse.
Nächstes Jahr gerne wieder!
Leider habe ich es dieses Jahr nicht geschafft, mir The Invincible Spirit anzusehen, um sie hier ausführlich zu erwähnen. Wir hatten einfach zu viel Equipment abzubauen.




Der Morgen danach und die Heimreise


