Ausm Radltagebuch

Ja, ich hab morgens echt Kohldampf. Die Menge hat mich selbst überrascht. Weizenbrot mit veganen Aufstrichen und Käse vom Neuhaushof. Für den zusätzlichen Pepp sorgt dezent verteiltes Peperoncino. Dazu Wasser und ein Apfel.

Ich hab ja auch schon ne Kleinigkeit dafür getan. Und da ich abends nichts esse, kann ich morgens fett zuschlagen. Red ich mir so ein.

Am Abend davor hatte ich dann mal den neuen Radweg von Lauffen am Neckar nach Heilbronn getestet. Unterwegs wurde ich gefragt, wo ich denn den Motor an meinem Rad verstecke. Dabei spüre ich die zwei Wochen Pause in den Bergen noch gut in den Beinen. Etwas Kraft fehlt noch.

Zum Radweg habe ich gemischte Gefühle. Das Geländer find ich zu arg. Das kann für manche Leute eher beengend als schützend wirken. Die Jahrzehnte ohne Geländer ging es doch auch. Und ich weiss nicht was härter wäre: In einen Busch oder Geäst zu stürzen, und anschliessend eventuell ins Wasser, als in festes und kaltes Metall, das keinen Millimeter nachgibt.

Der Belag ist nun super. Kein Geholpere mehr. Davor waren ja einige Stellen schon etwas schwierig. Nun kann zügig durchgeradelt werden. Das ist wirklich klasse.

An die engeren Stellen – von denen es nun einige gibt – kann man sich gewöhnen. Denke ich. Man muss immer auf entgenkommenden Verkehr und Fußgänger achten und auch damit rechnen. Vorausschauend fahren also. Das geht.

Kleine Welt

Seit ich damals Asterix und Kleopatra gelesen hatte, mag ich Statistiken.

Zum Vollenden dieses Bandes waren nach Angaben der Titelseite 14 Liter Tusche, 30 Pinsel, 62 weiche Bleistifte, 1 harter Bleistift, 27 Radiergummis, 38 Kilo Papier, 16 Farbbänder, 2 Schreibmaschinen und 67 Liter Bier notwendig.

Und so mag ich eben diese Ansicht der kleinen Welt, in der ich mich hauptsächlich bewege.