Schottland – hin und zurück

Wir waren kürzlich für ein paar Tage in Schottland. Vom 10. bis 20. März. Ja, es war winterlich aber beeindruckend schön.

Für mich bedeutete das auch das erste Mal Fliegen seit 2006. Den ökologischen Fußabdruck richtig fett breit treten sozusagen. War mir gar nicht recht. So gar nicht. Aber ich wollte seit gefühlten 20 Jahren nach Schottland. Was den Englisch sprechenden Teil Europas betrifft, hatten wir Irland und England (eigentlich nur London; mehrmals) schon als Fähnchen auf unserer da-waren-wir-schon-Europkarte. Nicht das wir Urlaube „sammeln“ würden.

Und da erst vor Kurzem einige Freunde von uns in Schottland waren, und uns durch Erzählungen und tolle Bilder ganz schön sehnsüchtig gemacht hatten, musste es jetzt einfach sein.

Nach kurzfristiger Planung und in Ermangelung der vorhandenen Zeit entschieden wir uns für das Flugzeug. Auf’s Rad schwingen und losradeln wäre mir sehr viel lieber gewesen. Irgendwann vielleicht.

Unser Flug ging sonntags von Frankfurt aus. 10:45 Uhr. Ein total verregneter Morgen. Kaum Sicht. Die Fahrt war daher leicht anstrengend. Trotzdem sind wir überpünktlich angekommen und haben auch gleich unser Gepäck aufgegeben. Kopfmäßig war der Rest für uns damit erledigt und wir sind Tee trinken gegangen. Eigentlich hätte ich mich nur an meinen letzten Flug nach Riga erinnern und es eben besser wissen müssen.

Wir hatten uns – nachdem noch mehr als eine Stunde Zeit war – ganz gemütlich in eines der vielen Restaurants im Flughafenbereich gesetzt, und leckeren Kräutertee bestellt. So leckeren Tee, dass wir nachbestellten. Fast so weltmeisterlich wie Ostfriesen. Okay, die sind Weltmeister im Schwarztee (und auch Grüntee(?)) trinken. Eine andere Statistik also. Wo ist die für Kräutertee?

Die Zeit verging recht schleichend. So um 10 Uhr dachten wir dann mal ans Zahlen und 10:15 Uhr machten wir uns auf den Weg.

Dummerweise hatten wir Deppen nicht an die kommende Gepäck- und Passkontrolle gedacht.

Die kostete unheimlich viel Zeit, da wir diverse Kosmetikartikel in flüssiger Form im Handgepäck hatten, die dann auch nicht in den vorgesehenen, verschliessbaren Tütchen untergebracht waren. Um diese Dinge auf Gefahrenstoffe hin untersuchen zu können musste erst noch eine Maschine angeschmissen werden. Das dauerte und dauerte. Da ging die Kontrolle der ganzen technischen Mitbrinngsel im Handgepäck viel schneller. Fast nicht merkbar im Vergleich. Es war dann schon weit nach 10:30 Uhr als sich das Ende unserer Kontrolle abzeichnete. Also rennen…

Das passiert einem als Wenigflieger, wenn man sich vor dem Flug überhaupt nicht über die ganze Prozedur des Fliegens informiert, oder sich dran erinnern kann. Völlig naiv.

Die Passkontrolle war dann natürlich verstopft. Sehr viele Menschen. Überall Menschen und Chaos. Wir reihten uns aus Versehen in der Schlange für nicht EU-Zugehörige ein. Wenn es klappt, dann klappt es.

Und die Zeit raste und raste ab da natürlich sehr.

Zum Glück dann die Bemerkung des Fehlers, da auch plötzlich der Scanner für EU-Mitglieder sichtbar war. Pass scannen und durch und wieder rennen…

Ich hörte dann schon unsere Namen, die durch die Lautsprecher trellerten, und signalisierte durch heftiges Winken dem Personal unsere Anwesenheit und baldiges Aufschlagen am Gate.

Sie wollten es eben schliessen und das wäre es für uns gewesen. Im letzten Moment sind wir an- und durchgekommen und rein in den wartenden Bus, der uns zum Flugzeug brachte.

Ich hatte mich dann noch ganz verlegen umgeschaut, ob uns jemand böse anschaut. War aber zum Glück nicht so. Und irgendwie war doch noch etwas Zeit.

Über so viel Dummheit konnten wir dann nur lachen…

Den Rückflug von Edinburg haben wir Tage später fast wie Profis gemeistert. Aber nur fast.

Ach ja…

Auf der Hinfahrt wollte uns die Audioanlage unseres Autos zum Bleiben drängen. Die Reise eben nicht anzutreten. Was ja fast noch geklappt hätte.

Es kamen einige Lieder mit dem Wort „stay“ hintereinander. Das war schon seltsam. Daher musste ich das auf einer Pinkelpause nochmal Revue passieren lassen … und eben als Beweis fotografieren.

Wie ich später herausfand hatte sich nur der Zufallsmodus deaktiviert, und die Lieder wurden in alphabetischer Reihenfolge abgespielt. Ganz einfach. Gar nicht mystisch. Keine Botschaft … oder doch?

Ich denke nein, denn der Urlaub war sehr schön.

Bilder folgen so nach und nach.

1.141 habe ich gelöscht, 760 im Album Schottland 2019 abgelegt … scheinbar hatte ich teilweise Probleme mit dem Fokussieren. Vielleicht waren die Kontakte hin und wieder zu feucht. Kein Wunder bei dem Wetter.

Aber die Menge an Bildern liegt auch an meiner verschwenderischen Knipserei. 5 Versuche pro Motiv müssen es schon sein. Krank.

Das Arbeiterheer ist im Kosmos unterwegs

Das Lied Arbeiterheer – vom Album Unterstadt II :: Totenstaub und Rauch – ist auf einem Sammelwerk des Labels House of Beauty gelandet.

Das Motto der Sammlung ist der Kosmos. Das Arbeiterheer, dem auch der Dadanaut angehört, ist nun unterwegs, um nach bewohnbaren Gegenden zu suchen.