Endlich mal wieder schön viel Schnee. Ein Schneemonat also. Auch wenn der Schnee oft nur für zwei Tage liegen blieb. Zumindest in unserer Region.
Hier nun also der digitale Rückblick auf den Januar.

Warum ich diesen Müllhaufen nicht einfach liegen lassen konnte
Als ich am 3. Januar an diesem Haufen ausgebrannter Feuerwerksbatterien vorbeikam, dachte ich zuerst nur: „Sieht das furchtbar aus.“ Aber dann wurde mir klar, dass hier nicht nur hässliche Pappe im Gras liegt. In diesen verkohlten Resten steckt ein unsichtbarer Chemiecocktail. Für die bunten Farben am Silvesterhimmel sorgen nämlich Schwermetalle wie Strontium, Barium und Kupfer. Und noch schlimmer: Oft sind Perchlorate enthalten. Das Zeug ist extrem wasserlöslich und giftig – ein echtes Problem für die Natur.
[Satire] Mal ganz ehrlich: Wer braucht eigentlich noch Chemtrails? Während manche Leute panisch in den Himmel starren und Angst vor Kondensstreifen haben, erledigen wir die Vergiftung doch selbst viel effizienter. Wir kaufen uns die Schwermetalle freiwillig im Supermarkt – vom hart verdienten und versteuertem Gehalt – zünden sie direkt vor unserer Nase an und lassen den toxischen Rest dann einfach im Grundwasser versickern. Da muss uns nicht das Geoengineering von oben auf den Kopf fallen – das kriegen wir ganz alleine hin, und wir zahlen sogar noch Eintritt dafür. [/Satire]
Das Gefährliche an genau diesem Haufen ist, dass er direkt auf dem unversiegelten Boden liegt. Die Papphüllen sind aufgeplatzt, und der nächste Regen oder Schnee wäscht die chemischen Rückstände ungehindert aus. Anders als auf der Straße, wo alles in den Kanal fließt, sickert diese „chemische Suppe“ hier direkt in die Erde und kann bis ins Grundwasser gelangen. Perchlorate bauen sich kaum ab und können dort lange Schaden anrichten.
Und alle, die kein Geld dafür verschwendet haben, zahlen indirekt für das Einsammeln und Entsorgen.
Der städtische Bauhof hatte am 2. Januar, bis zum Mittag, schon ca. 500 kg Silvestermüll eingesammelt.
Deshalb habe ich beschlossen, nicht einfach weiterzugehen. Auch wenn ein einzelner Haufen nicht sofort das Trinkwasser der ganzen Stadt vergiftet, ist er ein lokaler Gift-Hotspot, den wir vermeiden können. Solcher Müll gehört schnellstmöglich in den Restmüll (nicht ins Altpapier!), wo die Schadstoffe sicher verbrannt und gefiltert werden. Also: Abends wieder kommen, Handschuhe an, Müllsack raus – bevor der nächste Regen kommt.
Es wurden zwei 60 Liter-Müllsäcke mit den am gefährlichsten aussehenden Resten – und es war noch viel vom Müll übrig.
Warum die Bilder, die ich machte, so unscharf wurden, kann ich mir nicht erklären. Alle 5 wurden so wie das obige. Völlig unproffesionel. Aber links sieht man einen der weissen Müllsäcke.
Ich habe die zwei Säcke gut zugemacht und bin nach Hause. Habe mir am nächsten Tag auf Arbeit zwei große Müllsäcke in die Fahrradtasche gepackt, und plante eine zweite Aufräumaktion. Leider klappte das nicht gleich. Etwa 4 Tage später war dann der Haufen komplett weg.
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