Schnee in Lauffen am Neckar. Hier ist die Burg zu sehen. Der digitale Rückblick auf den Januar folgt hinter dem Bild.

Schneemonat

Endlich mal wieder schön viel Schnee. Ein Schneemonat also. Auch wenn der Schnee oft nur für zwei Tage liegen blieb. Zumindest in unserer Region.

Hier nun also der digitale Rückblick auf den Januar.

Feuerwerksmüll am Straßerand.

Warum ich diesen Müllhaufen nicht einfach liegen lassen konnte

Als ich am 3. Januar an diesem Haufen ausgebrannter Feuerwerksbatterien vorbeikam, dachte ich zuerst nur: „Sieht das furchtbar aus.“ Aber dann wurde mir klar, dass hier nicht nur hässliche Pappe im Gras liegt. In diesen verkohlten Resten steckt ein unsichtbarer Chemiecocktail. Für die bunten Farben am Silvesterhimmel sorgen nämlich Schwermetalle wie Strontium, Barium und Kupfer. Und noch schlimmer: Oft sind Perchlorate enthalten. Das Zeug ist extrem wasserlöslich und giftig – ein echtes Problem für die Natur.

[Satire] Mal ganz ehrlich: Wer braucht eigentlich noch Chemtrails? Während manche Leute panisch in den Himmel starren und Angst vor Kondensstreifen haben, erledigen wir die Vergiftung doch selbst viel effizienter. Wir kaufen uns die Schwermetalle freiwillig im Supermarkt – vom hart verdienten und versteuertem Gehalt – zünden sie direkt vor unserer Nase an und lassen den toxischen Rest dann einfach im Grundwasser versickern. Da muss uns nicht das Geoengineering von oben auf den Kopf fallen – das kriegen wir ganz alleine hin, und wir zahlen sogar noch Eintritt dafür. [/Satire]

Das Gefährliche an genau diesem Haufen ist, dass er direkt auf dem unversiegelten Boden liegt. Die Papphüllen sind aufgeplatzt, und der nächste Regen oder Schnee wäscht die chemischen Rückstände ungehindert aus. Anders als auf der Straße, wo alles in den Kanal fließt, sickert diese „chemische Suppe“ hier direkt in die Erde und kann bis ins Grundwasser gelangen. Perchlorate bauen sich kaum ab und können dort lange Schaden anrichten.

Und alle, die kein Geld dafür verschwendet haben, zahlen indirekt für das Einsammeln und Entsorgen.

Der städtische Bauhof hatte am 2. Januar, bis zum Mittag, schon ca. 500 kg Silvestermüll eingesammelt.
Feuerwerksmüll-Aufräum-Aktion. Leider unscharf.

Deshalb habe ich beschlossen, nicht einfach weiterzugehen. Auch wenn ein einzelner Haufen nicht sofort das Trinkwasser der ganzen Stadt vergiftet, ist er ein lokaler Gift-Hotspot, den wir vermeiden können. Solcher Müll gehört schnellstmöglich in den Restmüll (nicht ins Altpapier!), wo die Schadstoffe sicher verbrannt und gefiltert werden. Also: Abends wieder kommen, Handschuhe an, Müllsack raus – bevor der nächste Regen kommt.

Es wurden zwei 60 Liter-Müllsäcke mit den am gefährlichsten aussehenden Resten – und es war noch viel vom Müll übrig.

Warum die Bilder, die ich machte, so unscharf wurden, kann ich mir nicht erklären. Alle 5 wurden so wie das obige. Völlig unproffesionel. Aber links sieht man einen der weissen Müllsäcke.

Ich habe die zwei Säcke gut zugemacht und bin nach Hause. Habe mir am nächsten Tag auf Arbeit zwei große Müllsäcke in die Fahrradtasche gepackt, und plante eine zweite Aufräumaktion. Leider klappte das nicht gleich. Etwa 4 Tage später war dann der Haufen komplett weg.

3fiori-Bierglas mit Pale Ale gefüllt.

Leckeres Pale Ale aus dem wunderschöne 3fiori-Bierglas. Ja, ich sehe die fettigen Fingerabdrücke auch…

Der erste Schnee 2026 in Lauffen am Neckar.

Der erste nennenswerte Schnee dieses Jahr. Am 6. Januar. Feiertag. Frühmorgens.

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Und kurz drauf kommen schon die netten Helferlein und sorgen für freie Bahn.

Wanderung im Hohenlohischen
Wanderung im Hohenlohischen – Vesper im Wald
Wanderung im Hohenlohischen
Wanderung im Hohenlohischen

Unsere Wanderung an Heilige Drei Könige. Ab Harsberg durch etwas Hohenlohe und etwas Schnee…

…und ein Schneeritt auf der Wärmefolie durfte auch nicht fehlen.

Müllberge im Mülleimer vor dem Haus. Ist der Grund das neue Abfallsystem 2026?

Geiz ist geil! Die Auswirkungen des neuen Abfallsystems im Heilbronner Landkreis?

Mit dem Auto durch den Berufsverkehr. Die Schleuse bei Lauffen am Neckar.

Aus Respekt vor der angekündigten Glätte ging es leider mit dem Auto zur Arbeit. Aber immerhin: Erneut Schnee!

Auf Arbeit steht noch die Weihnachtsdeko.

Auf Arbeit weihnachtet es noch.

Fahrradkette gerissen.

Der Blaufant neckt mich immer wieder. Auch leicht unscharf, das Bild.

Müllberge im Mülleimer vor dem Haus. Ist der Grund das neue Abfallsystem 2026?

Geiz ist weiterhin geil!

Die DAW Bitwig mit dem Plugin Presswerk von u-he.

Der letzte Feinschliff am Dadanaut Album Rauhnacht.

Die Wolfsschlucht im Schwarzwald

Unsere Wanderung durch die Wolf(s)schlucht im Schwarzwald.

Die Klosterruine Hirsau im Schwarzwald.

Die Klosterruine Hirsau im Schwarzwald.

Nebel auf dem Weg zur Arbeit. Mit dem Rad.
Nebel auf dem Weg zur Arbeit. Mit dem Rad.

Trotz Nebel habe ich mit dem Radl zur Arbeit gefunden.

Morgens mit dem Rad durch’s Schozachtal.

Morgens mit dem Rad durch’s Schozachtal. Zwecks Paranoia vor glatten Stellen auf der anderen Route.

Die erste Demo-Version des Albums Rauhnacht vom Dadanaut.

The Saint Paul live.

The Saint Paul Konzert im Grend in Essen.

Richtig viel Schnee in Lauffen am Neckar.

Richtig viel Schnee in Lauffen am Neckar. Ein Jahrhundertereignis. Wenn auch nur von kurzer Dauer. Wie eigentlich immer.

Fleißige Helferlein des Städtischen Bauhofs bei der Schneeräumung.

Und wieder sind die fleißigen Helferlein des Städtischen Bauhofs bei der Schneeräumung. Danke dafür!

Özdemir Wahlplakat zur Landtagswahl 2026.

Und was ist mit den Arbeitnehmern? Die sind dem kommenden Ministerpräsidenten Baden-Württembergs egal…?

Winterlandschaft.

Winterlandschaft.

Fahrradweg mit Schneeresten. Teilweise echt spannend und abenteuerlich.

Es taut, bleibt aber spannend, und leicht abenteuerlich. Schnee in unterschiedlichen Aggregatzuständen.

Beschädigtes Rad hinter der Leitplanke.

So manches Rad steht beschädigt an der Seite. [Schon wieder so ein unscharfes Bild.]

Eisiges Schozachtal

So manchen Gedanken sollte man bis zum Ende zu Ende denken. Ich bin ja zwecks schiss vor Glatteis nicht über den Dietersberg geradelt, sondern durch’s Schozachtal.

Was ich dachte: Da liegt bestimmt noch etwas Schnee.

Was ich nicht dachte: Der Schnee könnte ja auch frieren, und zu Spurrillen werden, da das ein enges und schattiges Tal ist, und der Radweg direkt am Bach entlang geht … und das kann mit 37 mm-Reifen schwierig werden.

Ich habe für die 4 oder 5 Kilometer, die ich durchs Tal geradelt bin, bestimmt viermal so lang wie üblich gebraucht. Aber schliesslich bin ich mit angefrorenen Wimpern, Brauen und sonstigen gefrorenen Körperteilen angekommen.

Bremsbacken-Tausch

Das ist eine komische Rille, da im Bremsbelag links oben. Sehr seltsam.

Schritt für Schritt und Tritt für Tritt durch den Schnee

Januar 2026 weit
Januar 2026 naeher
Januar 2026 noch naeher

Januar: 484 km Weite, 6.892 m Höhe, 36 Stunden, 45 Touren.

The Saint Paul im Grend in Essen

The Saint Paul im Grend in Essen – das zweite Mal in Folge

Wenn zwei eine Reise tun … oder: Und jährlich grüßt das Murmeltier … oder einfach: Traditionen pflegen.

Hendrik hatte mit seiner Band The Saint Paul erneut einen Auftritt im Grend in Essen. Fast zur gleichen Zeit wie 2025, nur um einen Tag verschoben: Diesmal war es der 23. Januar.

Ich hatte mich wieder als Roadie, Begleitperson, Fan der Band und Freund eingeklingt.

So ein Roadtrip macht ja trotz der langen Fahrzeit irgendwie Spaß! Man kann viel reden und sieht viel Interessantes und Schönes unterwegs. Wir sind gegen 9:30 Uhr in Lauffen am Neckar los und waren etwa um 14:30 Uhr in Essen. Inklusive Pinkelpause und einem längeren Stopp, um das E-Vehikel wieder aufzuladen, sind das ziemlich genau 5 Stunden Reisezeit.

Die Vorfreude war groß. Denn schließlich hatten sich auch Karen und James von Südengland aus auf den Weg zum Konzert gemacht. Genau wie letztes Jahr.

Autobahnraststätte mit austauschbarem Namen
Schöner Name auf dem Navi: Siebengebirge
Kunst am Straßenrand: Graffiti auf Netz, verdeckt durch Efeu
Das Kunst- und Kulturzentrum Grend in Essen; wunderschöne alte Architektur

Aufbau und Soundcheck

Irgendwie ist das, als würde man für eine kleine Gruppe kochen: Man richtet viele Zutaten und Dinge zu einer ansehnlichen Festtafel her, über die sich dann alle – in vergleichsweise kurzer Zeit – hermachen und dabei Spaß haben. Und am Ende darf der Gastgeber aufräumen und putzen. Wieder ein ziemliches zeitliches Ungleichgewicht.

Aber man macht das ja, damit die Leute Spaß und Freude haben…

…und The Saint Paul sorgen mit viel Herzblut und Liebe zum Detail dafür, dass das auch klappt.

Hendrik beim Beckentest
Thomas Lüdke von The Invincible Spirit
Aufbau der Fußmaschine
Langsam wächst das Schlagzeug zusammen
DIY Lichtmaschinen
Die Bühne des Grend während des Aufbaus
Thomas, der Tontechniker des Grend
Das Schlagzeug ist fertig – es fehlen noch die MIDI-Trigger
Das Herz muss anfangen zu schlagen
Marc von The Saint Paul
Die Lichtmaschine empfängt Signale
Auch diese Lichtmaschine empfängt Signale
Kurz vor dem Soundcheck
The Saint Paul beim Soundcheck

Das Konzert von The Saint Paul

Die Band bewegt sich musikalisch im Bereich Synthpop, Futurepop und EBM (Electronic Body Music). Ihr Sound wird oft als eine Mischung aus eingängigen Melodien, tanzbaren Beats und melancholischen, teils dunklen Elementen beschrieben. Sie verbinden klassischen Synthpop der 80er/90er mit modernen elektronischen Einflüssen.

Wenn man also auf melodischen, elektronischen Pop mit einer Prise „Dark Wave“-Atmosphäre steht, dann ist man bei den Essenern genau richtig.

The Saint Paul besteht im Kern aus:

  • Paul Kuhs (Gesang, Songwriting)
  • Marc Schleser (Produktion, Keyboards)
  • Hendrik Strehl (Live-Drums)

Der Mix am Ende des Soundchecks war noch glasklar – und das von jedem Platz im Konzertsaal des Grend aus. Aber als das Konzert anfing, merkte man schnell, dass irgendwas nicht mehr stimmte. Das Schlagzeug war plötzlich sehr laut und donnerte über alle anderen Instrumente hinweg. Den Gesang konnte man nur noch erahnen. Irgendwie hatte ich den Eindruck, als sei da jemand Unbefugtes am Mischpult zugange gewesen. Leider war der nette und fähige Tontechniker des Grend nicht mehr vor Ort – der hätte das bestimmt in kürzester Zeit geregelt.

Aber sonst gab es nichts zu meckern, vor allem, wenn man die Lieder kennt. James und Karen, zwei treue Fans und mittlerweile gute Freunde, waren extra aus Südengland angereist. Ich fragte James, ob ihn der Soundmatsch nicht stören würde; der schüttelte nur den Kopf und hatte weiter Spaß. Die Band gab alles und das Publikum war klasse.

Nächstes Jahr gerne wieder!

Leider habe ich es dieses Jahr nicht geschafft, mir The Invincible Spirit anzusehen, um sie hier ausführlich zu erwähnen. Wir hatten einfach zu viel Equipment abzubauen.

The Saint Paul während des Auftritts
The Saint Paul während des Auftritts
The Saint Paul während des Auftritts
The Saint Paul während des Auftritts
The Saint Paul – Melancholy Of The Sun (Official Video 2023)

Der Morgen danach und die Heimreise

Am Morgen danach, das wiederbelebende Frühstück
Kleiner lokaler Witz: Oberneisen = Obereisesheim
Fahr, fahrn fahrn, ... auf der Autobahn
Klosterruine Hirsau

Klosterruine Hirsau

Als wir die Klosterruine Hirsau im Nordschwarzwald besuchten, spürten wir sofort die besondere Atmosphäre dieses Ortes. Sie liegt wunderschön eingebettet im idyllischen Nagoldtal, umgeben von dicht bewaldeten Höhen, und zählt zu den bedeutendsten mittelalterlichen Klosteranlagen Deutschlands.

Es war faszinierend zu erfahren, dass die Benediktinerabtei St. Peter und Paul im 11. und 12. Jahrhundert das führende Reformkloster nördlich der Alpen war und sogar die romanische Architektur mit der „Hirsauer Bauschule“ prägte.

Wir konnten die eindrucksvollen Überreste der beiden großen Anlagen, St. Aurelius sowie St. Peter und Paul, völlig frei erkunden – ein wirklich fesselnder Ort für jeden, der Geschichte und Natur liebt.

Vielleicht etwas musikalische Untermalung, während ihr die Bilder der Klosterruine Hirsau anschaut…?

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Hanoi Oi

Zum Abschluss waren wir in Calw im Hanoi Oi. Was war das lecker!

Klosterruine Hirsau

Kreuz und quer durch die Ruinen.

Die Maximalgeschwindigkeit von 77 km/h kann nur zwecks Verbindungsproblemem zustande gekommen sein…

Davor waren wir in der Wolfsschlucht.

Wolfschlucht - eine spannende Wanderung im Schwarzwald

Durch die Wolfsschlucht

Die Wolfsschlucht im Schwarzwald ist ein beeindruckendes Naturdenkmal, das sich durch mehrere Regionen von Baden-Württemberg zieht. Die bekannteste und meistbesuchte Stelle liegt bei Calw, wo die Schlucht von Ottenbronn hinab nach Ernstmühl führt. Dieser Teil ist eine steile, wilde Fels- und Wasserfallschlucht mit mächtigen Felsbrocken, zahlreichen kleinen Kaskaden und moosbewachsenen Steinen.

Der Weg durch die Schlucht ist abenteuerlich und erfordert gute Schuhe und Trittsicherheit. Sogar Alpine Erfahrung. Ein schmaler Wanderpfad mit Steintreppchen führt hinunter ins Tal nach Ernstmühl. Als wir abstiegen, führte die Brombach kaum Wasser, aber der Boden war nass und daher sehr glitschig und super spannenden.

Aber ein Ausflug lohnt sich bestimmt zu jeder Jahreszeit.

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Was denn nun? Wolfschlucht oder Wolfsschlucht? Vor Ort immer nur mit einem „s“, sonst meistens mit zwei.

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Wolfsschlucht

Wir wollten die Wanderung anhand einer von Komoot vorgeschlagenen Route laufen. Das ging so was von schief. Bei keinem von uns lief die App verlässlich. Die Route wurde kaum angezeigt, und die App stürzte immer wieder ab. Also sind wir anhand der Wandermarkierungen und -schilder vor Ort unsere eigene, wilde Tour. gelaufen. Daher sind wir die schwierige Stelle in der Wolfsschlucht auch hinunter anstatt aufwärts.

Die Maximalgeschwindigkeit von 77 km/h kann nur zwecks Verbindungsproblemen zustande gekommen sein…

Danach haben wir uns die Klosterruine Hirsau angeschaut.

2025 – definitiv mitten im Kontinuum

2025 – definitiv mitten im Kontinuum

Räuspern, das Geräusch eines Stuhls, der zurechtgerückt wird. Einer Stimme, trocken wie alter Zwieback lauschen … oder doch gleich zu den Bildern, oder zur Statistik springen?

DINK (auf selbigem Stuhl sitzend): Nun gut. Blättern wir also ein bisschen im Zeitrahmen. Dem Zeitrahmen im Kontinuum, das sich 2025 nennt. Ein weiteres Kapitel im großen Buch der Vergänglichkeit, das wir kontinuierlichen Alltag nennen.

Es begann, wie es wohl beginnen musste: Im Schlamm. Im Januar krochen wir durch die Neckarschlinge, über Baumstämme, die uns der Forst – oder war es das Schicksal? – in den Weg gelegt hatte. Weil die Gegenwart im Winter meist eine Enttäuschung ist, flüchtete ich ins digitale Archivarium. Ich grub meine alten Stop-Motion-Filme aus. Kleine, ruckelnde Zeugen einer Zeit, in der wir noch dachten, Geduld würde sich auszahlen. So ungefähr 2006 riss sie ab.

Dann war ich mit Hendrik im Grend in Essen. Dort hatte er mit seiner Band The Saint Paul einen Auftritt. Es war herrlich. Das Konzert war klasse. Danach zogen wir los, um mit wunderbaren Menschen die Nacht unsicher zu machen.

Der Februar? Ein schlechter Scherz des Klimas. Immer noch und immer wieder kein Schnee in Lauffen, also mussten wir ihn in den Löwensteiner Bergen suchen, wie Touristen, die eine ausgestorbene Spezies besichtigen.

Und oft Musik im Ohr, um das Rauschen der Welt zu übertönen.

Dann kam der März, den ich Endwinter nannte, weil Frühling ein Versprechen gewesen wäre, das der Monat dann doch nicht einhielt. Und während draußen die Natur zögerte, führte ich drinnen meinen eigenen Krieg: Der Wechsel zur Deutschen GigaNetz. Ein Drama in mehreren Akten über das Schweigen der Leitungen. Meine Nerven rissen vor der Verbindung. Brecht hätte gesagt: „Der Mensch ist erst wirklich verloren, wenn das WLAN blinkt.“

Im April wurde ich philosophisch, oder vielleicht auch nur wütend. Ich schrieb ein Wörterbuch der Worthülsen, um den Nebelkerzenwerfern in Politik und Medien etwas entgegenzusetzen, und betrachtete das Geschäft mit der Angst. Es ist ja so: Wenn die Welt unsicher wird, verdienen die Scharlatane am besten. Vom Anbeginn der Zeit bis 2025 und darüber hinaus.

Aber es gab Lichtblicke, fast schon verdächtig hell und irgendwie untypisch für jemand, der Waldorf und Statler gleichzeitig sein könnte. Der Mai. „Was ’ne Wonne!“ habe ich geschrieben. Man höre und staune. Ich war bei Look Mum No Computer im Wizemann. Lärm, Kabel, Chaos – herrlich. Für einen Moment vergaß ich, dass wir am Abgrund tanzen. Auch der Walpurgismonat hatte seine Reize, bevor der Juni mich wieder auf den Boden der Tatsachen holte. Reinhard Meys Nein, meine Söhne geb ich nicht dröhnte durch meinen Kopf. Die Botschaft alt, die Kriege neu. Der Mensch lernt nichts, er rüstet nur um.

Der Sommer? Ein Euphemismus für Regenzeit. Im Juli und August führte ich einen amphibischen Kampf auf dem Arbeitsweg. Mein neues Rad, der Buntfant – ein Gravelbike, geboren aus der Not (Welch Glück!), weil der Markt versagte und der Blaue Elefant mich von Mitte 2023 bis 2025 immer wieder im Stich ließ – trug mich stoisch durch die Fluten.

Mitte August, als der Sommer 2025 doch noch seine heißeste Phase erreichte, radelten Hendrik und ich nach Coburg, um Gabriel zu besuchen.

Dann, im Herbst, die Flucht nach Süden. Südtirol. Der Neuhaushof. Wir aßen, wir tranken, hatten Spaß und trafen Freunde. Dort oben, zwischen Villanderer Alm und Eisacktal, da funktioniert die Welt wohl noch. War ja auch Urlaub.
Auf der Rückfahrt ignorierten wir – Strafe muss sein – die Warnungen des ADAC und suhlten uns prompt zehn Stunden in zähflüssigem Verkehr und Stau.

Wieder zuhause, kämpfte ich gegen die Obsoleszenz der Software. Mein altes Zeitraffer-Programm war tot, also ließ ich mir ein Skript schreiben. Time Slice 3. Der Mensch bezwingt die Maschine, nur um dann stundenlang Wolken beim Ziehen zuzusehen. Eine schöne aber genussvolle Sinnlosigkeit.

Und schließlich zum nahenden Ende von 2025 der Dunkelmonat November. Die Zeit, in der man die eigene Melancholie wie einen nassen Mantel trägt. Doch dann: Kruder & Dorfmeister in Stuttgart. Bässe, so tief, dass sie die Eingeweide massierten. Ein Abend, der bewies: Wenn alles andere versagt – die Technik, das Wetter, die Politik – dann bleibt uns immer noch die Musik. Und die könnte immer da sein.

Mitte Dezember tauchten plötzlich die Bilder vom Wochenend-Trip nach Bernkastel-Kues wieder auf. Ich habe sie endlich sortiert – eine wunderbare kleine Zeitreise. Und dann waren da noch die traditionellen Treffen mit Martin und Felix. Natürlich in Stuttgart.

Drei- oder viermal musste ich 2025 auf dem Weg zur Arbeit doch aufs Auto umsteigen. Eine Niederlage, ich gebe es zu. Aber Heldenpose im Regenmantel wärmt auch nicht ewig, und auf Eisschichten zu schlittern, kann das Leben g’schwind beenden. Dazu kamen Termine, die nach der Arbeit mit dem Rad schlichtweg nicht zu schaffen waren.

Das war 2025. Wir haben es überlebt. Mehr war nicht verlangt, und mehr wurde auch nicht geliefert.

„Ich hasse diese festgesetzten Fälligkeitstage, die das Leben in Jahre einteilen und uns einreden, dass an einem bestimmten Tag alles endet und neu beginnt. Das Leben ist eine kontinuierliche Entwicklung. Es gibt keine Pausen.“ – Antonio Gramsci

Und Antonio Gramsci weiter:

„Ich will, dass jeder Morgen für mich ein Neujahr ist. Jeden Tag will ich mit mir selbst abrechnen, und jeden Tag will ich mich erneuern.“

Hoch die Tassen! Es endet nicht, nein, es geht weiter.


Was war so los in 2025: Erinnerungen aus dem Stapel, Erinnerungen aus dem Blog.


Hier noch „schnell“ der Dezember

Sonnenaufgang hinter dem Dietersberg bei Ilsfeld.

So Verweilmomente.

Nebel am Neckar.
Der Blick von der Panoramastraße auf den Neckar. Rechts der Krappenfelsen.

Am Neckar dampft es.

Mit dem Rad zur Arbeit. Alle paar Minuten ein Bild von der Lenker-Smartphone-Halterung auf das Vorderrad.

Schwups! Im Regen zur Arbeit.

Komoot Jahres-Rückblick 2025. Meine Aktivitäten.

Komoot dachte dann schon am 6. Dezember, dass mein Aktivitäten-Jahr vorbei ist. Schaun wir mal.

Frische Mandarinen auf Arbeit.

Ja, ich kann mir auch Früchte schälen, und sie dann essen.

Bilder aus Bernkastel-Kues.

Bilder aus dem traumhaft schönen Bernkastel-Kues an der Mosel. Dort waren wir im Juni 2010 übers Wochenende. Die Bilder habe ich nie komplett bearbeitet oder aussortiert – nur einige Lieblingsbilder. Keine Ahnung warum, denn die Stadt und die Wanderung zur Burgruine waren wirklich sehr schön.

Jetzt habe ich von den anfangs 535 Bildern noch 263 übrig. Viele hatte ich aus dem Hotelfenster gemacht, weil ich die Schwalben verewigen wollte, die dort immer ihre Kreise drehten. Aber davon wurde kaum eins gut.

Hier gibt es nun, nach 5.668 Tagen, alle Bilder.

Lauffen am Neckar. Die Regiswindis Kirche und die Häuser am Kies. In weihnachtlicher Beleuchtung.
Die Burg von Lauffen. Mit weihnachtlicher Beleuchtung.

Lauffen in weihnachtlicher Stimmung

Die Regiswindis Kirche am Neckar. Bei Nacht.

Die Regiswindis Kirche am Neckar.

Bild-Collage. Erinnerung aus der Photo-App des Smartphones.

Die Photo-App auf dem Smartphone kommt hin und wieder mit schönen Erinnerungen ums Eck.

Lieblings-Espresso-Tasse.

Wer rockt hier wen?

Martin Wiedmanns neue Website. Hier die Discographie.

Martins Website hat endlich einen neuen Anstrich von mir verpasst bekommen.

Morgen bei Nebel am Neckar. Kurz nach der Schleuse in Lauffen am Neckar.
Sonnenaufgang mit Nebel. Vor dem Leuchtmannshof bei Neckarwestheim.
Das Neckartal bei Neckarwestheim und Kirchheim im Nebel.

Warum es immer wieder schön ist, mit dem Drahtesel zur Arbeit zu radeln.

Mit Martin in Stuttgart unterwegs.

Mit Martin in Stuttgart: Soyclub Restaurant, Mókuska Kaffeerösterei, Steinway & Sons, Amadeus.

Cornichon Schallplatte von 1987. Jazz vom Feinsten.

Sonntagvormittagmusik: Cornichon. Eine Empfehlung!

Mit Felix in Stuttgart unterwegs.

Mit Felix in Stuttgart: Etwas Mitte, hauptsächlich Westen, Andalucia Casamuu.

Die DAW Bitwig mit einem Lied-Projekt vom Dadanaut.

Das Lied Perchtenschritt (Version 5) vom kommenden Dadanaut Album Rauhnacht in der Werkstatt.

Weihnachten 2025.

Weihnachten 2025.

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Wenn es auf dem Bahnhof mal wieder länger dauert…

…gibt es in Lauffen auf dem Bahnhof ein Kombinations-Geduldspiel mit 10 × 10 × 10 × 10 = 10.000 Möglichkeiten

Bei durchgehendem Drehen, ohne Pause, könnte man pro Kombination – bei guter Vorbereitung und Dokumentation – etwa 2 Sekunden benötigen:
10.000 Versuche × 2 Sekunden = 20.000 Sekunden = ca. 5,5 Stunden.

Anscheinend findet man, statistisch gesehen, die Lösung meistens schon nach der Hälfte der Versuche:
5.000 Versuche × 2 Sekunden = 10.000 Sekunden … das sind aber immer noch gut 2 Stunden und 45 Minuten.

Aber für die Deutsche Bahn sind solche Verspätungen mittlerweile kein Problem mehr. Eher fast Standard. Bei meinen letzten beiden Fahrten aus Stuttgart hatte ich 45 Minuten und 1 Stunde und 45 Minuten.

Also läge die Möglichkeit für flinke Finger bei 31,5 %.

Der Krappenfelsen am Neckar.

Der Krappenfelsen und Weinberge am Neckar.

Frischluft-Log. Mein eigenes Komoot. Die Monatsübersicht.
Frischluft-Log. Mein eigenes Komoot. Die erweiterten Statistiken.
Frischluft-Log. Mein eigenes Komoot. Top 10 Touren.

Da ich schon viele ‚digitale Gemeinschaften‘ habe kommen und gehen sehen, werde ich wohl nirgendwo mehr Zeit in den Aufbau eines Profils investieren. Dafür ist mir eigentlich meine Zeit zu schade.

Stattdessen habe ich angefangen, mir ein eigenes Online-Aktivitäten-Logbuch zu basteln. Da ich meine Daten sowieso schon in meiner Nextcloud speichere, und MyTourbook damit füttere, wollte ich das auch im Web haben: Ein System, das die Aktivitäten automatisch einliest und ebenso automatisch erweiterte Statistiken generiert.

Und ja, ich finde, die eigene Website für Portfolios aller Art (Texte, Bilder, Musik …) ist auch 2025/26 immer noch sehr wichtig.

Eisformationen an einer kleinen Wasserstufe in der Zaber.

Glüheis.

Die Arbeit eines Bibers.

Architekt am Werk.

Konzertgitarre auf Couch.

Besinnliche Stunden.

Radeln auf leichtem Schnee.

Leichtschneeradeln.

Silvester 2025.

Silvester.


Besondere Erinnerungen aus dem Foto-Stapel von 2025


Besondere Erinnerungen aus dem Blog von 2025


Der Radius im Dezember 2025

Mein Bewegungsradius im Dezember.
Stuttgart, Prevorst, Würzburg. Und der Hauptbewegungsradius gezoomt.

Dezember: 513 km Weite, 4.551 m Höhe, 30 Stunden, 45 Touren.

Der Radius in 2025

Der Bewegungsradius in 2025.
Der Bewegungsradius in 2025 ohne Südtirol.

2025: 10.534 km Weite, 89.494 m Höhe, 558 Stunden, 766 Touren.

Das ergibt:

  • 904 Schneckennudeln ohne Reue
  • 1.054 Scones ohne Reue
  • 9 Mal (und ein Viertel) die Grenze von Baden-Württemberg entlang radeln
  • 2,7 Mal die Grenze von Deutschland entlang radeln
  • 7,2 Mal zwischen Newtonmore und Lauffen hin und her radeln
  • 109,9 Mal von Aitern auf den Belchen (also einer davon) hoch und runter laufen
  • 66,8 Mal zu Fuß, von Fort William den Ben Nevis hoch und runter – mit dem Rad vielleicht 8 Mal
  • 48 Mal die Herr der Ringe Extended Edition schauen
  • 14 volle Arbeitswochen im Sattel verbringen