Querspange – Die Umgehungsstraße von heute ist damit oft die Ortsdurchfahrt von morgen.

Querspange – die Ortsdurchfahrt von morgen?

Ein Aufsatz, warum die geplante Querspange nur der Anfang sein kann

Lauffen am Neckar liegt im Kreuzungspunkt mehrerer Verkehrsachsen: Die B 27 verbindet Heilbronn mit dem Süden, die Ilsfelder Straße führt ins Hinterland Richtung Autobahn und Bottwartal, und täglich strömen Pendler aus dem Zabergäu, aus Kirchheim kommend und aus der Stadt selbst durch den Ort. Das Ergebnis ist bekannt: Stau, Lärm, Frust.

Die geplante Querspange in Lauffen am Neckar
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Wasserreicher Februar – donnerndes Wasser an der Schleuse bei Lauffen am Neckar

Wasserreicher Februar

Immer wenn die Schneeschmelze den Neckar runter kommt, dazu noch viel Wasser von oben, von der Seite und von unten … äääh … frage ich mich, ob man für die über-trockenen Sommer vorgeplant hat, und unterirdische Wasserspeicher angelegt hat?

Die Fremen auf Arrakis sammelten jeden Tropfen – im Destillieranzug, in den Qanat-Systemen, in den geheimen Sietchs tief im Fels. Wasser ist Leben, Wasser ist Macht, Wasser ist Zukunft. Und wir hier am Neckar? Wir schauen zu, wie Millionen Liter ins Meer rauschen – und wundern uns im Hochsommer über leere Grundwasserspiegel.

Baden-Württemberg plant zwar Rückhaltebecken und Grundwasseranreicherung – aber laut SWR könnte bis 2050 rund die Hälfte aller Kommunen im Land ihren Bedarf in Spitzenzeiten nicht mehr decken. Schon heute hat ein Viertel der Gemeinden bei Trockenperioden Probleme. Die Geschwindigkeit, mit der gebaut wird, steht in keinem Verhältnis zur Geschwindigkeit, mit der das Klima kippt.

An der Schleuse in Lauffen donnerte das Wasser weiterhin vorbei, als wäre es in Eile. Wohin eigentlich? Ins Meer. Weg. Verloren für den kommenden Sommer.

Von den Fremen lernen heißt überleben lernen.

Hier kommt der digitale Rückblick auf den nasstkalten Februar.

Die Neckarkurve an der Weinterrasse bei Kirchheim am Neckar.
Die Neckarkurve und Weinberge an der Weinterrasse bei Kirchheim am Neckar.

Kleine Wanderung zur Weinterrasse bei Kirchheim am Neckar und zurück.

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Schnee in Lauffen am Neckar. Hier ist die Burg zu sehen. Der digitale Rückblick auf den Januar folgt hinter dem Bild.

Schneemonat

Endlich mal wieder schön viel Schnee. Ein Schneemonat also. Auch wenn der Schnee oft nur für zwei Tage liegen blieb. Zumindest in unserer Region.

Hier nun also der digitale Rückblick auf den Januar.

Feuerwerksmüll am Straßerand.

Warum ich diesen Müllhaufen nicht einfach liegen lassen konnte

Als ich am 3. Januar an diesem Haufen ausgebrannter Feuerwerksbatterien vorbeikam, dachte ich zuerst nur: „Sieht das furchtbar aus.“ Aber dann wurde mir klar, dass hier nicht nur hässliche Pappe im Gras liegt. In diesen verkohlten Resten steckt ein unsichtbarer Chemiecocktail. Für die bunten Farben am Silvesterhimmel sorgen nämlich Schwermetalle wie Strontium, Barium und Kupfer. Und noch schlimmer: Oft sind Perchlorate enthalten. Das Zeug ist extrem wasserlöslich und giftig – ein echtes Problem für die Natur.

[Satire] Mal ganz ehrlich: Wer braucht eigentlich noch Chemtrails? Während manche Leute panisch in den Himmel starren und Angst vor Kondensstreifen haben, erledigen wir die Vergiftung doch selbst viel effizienter. Wir kaufen uns die Schwermetalle freiwillig im Supermarkt – vom hart verdienten und versteuertem Gehalt – zünden sie direkt vor unserer Nase an und lassen den toxischen Rest dann einfach im Grundwasser versickern. Da muss uns nicht das Geoengineering von oben auf den Kopf fallen – das kriegen wir ganz alleine hin, und wir zahlen sogar noch Eintritt dafür. [/Satire]

Das Gefährliche an genau diesem Haufen ist, dass er direkt auf dem unversiegelten Boden liegt. Die Papphüllen sind aufgeplatzt, und der nächste Regen oder Schnee wäscht die chemischen Rückstände ungehindert aus. Anders als auf der Straße, wo alles in den Kanal fließt, sickert diese „chemische Suppe“ hier direkt in die Erde und kann bis ins Grundwasser gelangen. Perchlorate bauen sich kaum ab und können dort lange Schaden anrichten.

Und alle, die kein Geld dafür verschwendet haben, zahlen indirekt für das Einsammeln und Entsorgen.

Der städtische Bauhof hatte am 2. Januar, bis zum Mittag, schon ca. 500 kg Silvestermüll eingesammelt.
Feuerwerksmüll-Aufräum-Aktion. Leider unscharf.

Deshalb habe ich beschlossen, nicht einfach weiterzugehen. Auch wenn ein einzelner Haufen nicht sofort das Trinkwasser der ganzen Stadt vergiftet, ist er ein lokaler Gift-Hotspot, den wir vermeiden können. Solcher Müll gehört schnellstmöglich in den Restmüll (nicht ins Altpapier!), wo die Schadstoffe sicher verbrannt und gefiltert werden. Also: Abends wieder kommen, Handschuhe an, Müllsack raus – bevor der nächste Regen kommt.

Es wurden zwei 60 Liter-Müllsäcke mit den am gefährlichsten aussehenden Resten – und es war noch viel vom Müll übrig.

Warum die Bilder, die ich machte, so unscharf wurden, kann ich mir nicht erklären. Alle 5 wurden so wie das obige. Völlig unproffesionel. Aber links sieht man einen der weissen Müllsäcke.

Ich habe die zwei Säcke gut zugemacht und bin nach Hause. Habe mir am nächsten Tag auf Arbeit zwei große Müllsäcke in die Fahrradtasche gepackt, und plante eine zweite Aufräumaktion. Leider klappte das nicht gleich. Etwa 4 Tage später war dann der Haufen komplett weg.

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The Saint Paul im Grend in Essen

The Saint Paul im Grend in Essen – das zweite Mal in Folge

Wenn zwei eine Reise tun … oder: Und jährlich grüßt das Murmeltier … oder einfach: Traditionen pflegen.

Hendrik hatte mit seiner Band The Saint Paul erneut einen Auftritt im Grend in Essen. Fast zur gleichen Zeit wie 2025, nur um einen Tag verschoben: Diesmal war es der 23. Januar.

Ich hatte mich wieder als Roadie, Begleitperson, Fan der Band und Freund eingeklingt.

So ein Roadtrip macht ja trotz der langen Fahrzeit irgendwie Spaß! Man kann viel reden und sieht viel Interessantes und Schönes unterwegs. Wir sind gegen 9:30 Uhr in Lauffen am Neckar los und waren etwa um 14:30 Uhr in Essen. Inklusive Pinkelpause und einem längeren Stopp, um das E-Vehikel wieder aufzuladen, sind das ziemlich genau 5 Stunden Reisezeit.

Die Vorfreude war groß. Denn schließlich hatten sich auch Karen und James von Südengland aus auf den Weg zum Konzert gemacht. Genau wie letztes Jahr.

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