Kühler April - ein digitaler Rückblick

Kühler April

Draußen war es oft noch ungemütlich kühl, aber im Kopf passierte viel. Mein April war eine Mischung aus Vergangenheitsbewältigung, Ordnung schaffen und dem ersten gelben Leuchten in der Landschaft. Ein Rückblick auf das, was mich bewegt oder auch mal kurz aufgeregt hat.

Yogi-Tee-Botschaften am Bahnhof.

Yogi-Tee-Botschaften am Bahnhof.

Bad Friedrichshall – Kochendorf

Ostermontag mit der Familie in Kochendorf. Zwischendurch leckeres, asiatisches Essen im Mianchi.

Reparatur meines Leder-Gedbeutels aus Kirgistan

Mein allererster Geldbeutel begleitet mich nun schon seit Oktober 2019. Jetzt hat sich allerdings – mit Ansage – einer der S-Feder-Druckknöpfe verabschiedet. Erst wollte ich ihn selbst reparieren, doch der Kauf von Druckknopf-Sets und dem passenden Werkzeug hätte sich nicht gelohnt. Also bin ich zum Schuhmacher gegangen und habe für 10 Euro direkt beide Knöpfe austauschen lassen.

Müll-Entsorgung in den Mülleimern vorm Haus

Mittlerweile Standard. Mal mehr, mal weniger (wie im Bild). Das Müll-Eimer-Duo vorm Haus.

Müll-Installation im Zentrum

Müll-Installation im Zentrum.

Morgen-Nebel in den Weinbergen bei Neckarwestheim
Da hat jemand den Leuchtmannshof im Nebel versteckt

Dingens, Äh … Nebel. Morgens, mit dem Rad zur Arbeit. Im typischen April? Es war morgens jedenfalls hin und wieder bitterlich kühl.

Die Neckarkurve vor Lauffen am Neckar. Mit dem Krappenfelsen rechts im Bild.

Die Neckarkurve vor Lauffen am Neckar. Mit dem Krappenfelsen rechts im Bild.

Pontonbrücke des Pionierbataillons 25 der 25. ID

Endlich habe ich Gewissheit über das Schicksal meines Opa Eugen im Krieg, insbesondere während des Russlandfeldzugs. Ich konnte rekonstruieren, was er erlebt hat, welche Orte er passierte und wo er schließlich verwundet in Gefangenschaft geriet. Es war eine lange, spannende und oft sehr ergreifende Recherche. Den entscheidenden Durchbruch brachten Dokumente aus russischen Archiven – ehemalige Beuteakten der Roten Armee, die erst jetzt nach und nach zugänglich gemacht werden. Dank KI-Unterstützung bei der Übersetzung konnte ich diese Quellen endlich erschließen. Ich plane, die Geschichte bald zu veröffentlichen, warte aber noch auf eine Rückmeldung des DRK-Suchdienstes, um die letzten Details über seine Gefangenschaft und den genauen Zeitpunkt seiner Heimkehr zu klären.

Das Literarische Duo – ein Roman ist in Arbeit

Vor zwei Monaten habe ich endlich wieder angefangen, an einem Romanprojekt weiterzuschreiben, das ich vor vielen Jahren begonnen hatte. Da ich über die Zeit mit völlig unterschiedlichen Programmen gearbeitet habe, herrschte zuletzt pures Chaos: Überall entstanden Dateischnipsel, durch die ich komplett den Überblick verloren habe. Da die Geschichte zudem oft umgeschrieben wurde, fehlte mir beim erneuten Lesen der rote Faden – die chronologische Übersicht war schlicht weg. Um endlich Struktur hineinzubringen, nutze ich nun Bibisco (Mac OS und Linux und in meiner Cloud), um alles zu zentralisieren und inhaltliche Fehler sowie den Plot zu korrigieren.

Rückblickend ist es fast schon ein Wunder: Ich habe die Dateien über Jahre hinweg nie extern gesichert, sondern sie lediglich von Rechner zu Rechner kopiert. Keine externe Festplatte, kein Cloud-Backup. Das ist eigentlich untypisch für mich, da ich bei meinen eigenen Kreationen normalerweise fast schon paranoid vorsichtig bin. Das hat sich jetzt geändert: alle alten Dateien habe ich gelöscht, und die jetzt entstandene Zusammenführung schon tausendmal kopiert und versioniert.

Das obige Bild dient übrigens nur zur Illustration des Erzählers – so, wie ich ihn mir beim Schreiben vorstelle. Mit 123.000 Wörtern ist das Manuskript bereits sehr umfangreich, wobei ich aktuell viel streiche, um Redundanzen aus meiner „chaotischen Phase“ zu entfernen. Ich habe sogar das Gefühl, ein ganzes Kapitel streichen zu können, da die Inhalte bereits an anderer Stelle eingeflossen sind. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wohin die Reise führt.

Knuffiger Fiat 500.

Äußerst schick und tatsächlich im Alltagsgebrauch.

Budweiser Bier während einer Umzugspause.

Hat nach Jahrzehnten gar nicht mal so schlecht geschmeckt.

Feudales Abschlussessen.

Da haben wir es nach der ersten Umzugs-Etappe so richtig feudal angehen lassen, und ließen uns dann mehr als die Hälfte einpacken.

Das Seeloch bei Lauffen am Neckar.
Am Seeloch bei Lauffen am Neckar. Natur pur.

Am Seeloch ist es immer schön. Sekunden, Minuten, Stunden.

Blick auf den Wunnenstein zwischen Beilstein und Auenstein. Davor gelb knallende Rapsfelder, und sehr viel Himmel darüber.

Blick auf den Wunnenstein zwischen Beilstein und Auenstein. Davor gelb knallende Rapsfelder, und sehr viel Himmel darüber. Und hier macht der April dann plötzlich auf Sommer.


Der Radius im kühlen April

April 2026

April: 883 km Weite, 8.807 m Höhe, 44 Stunden, 63 Touren.

Diesen Monat war einiges los: Termine, die ich nicht mit dem Rad geschafft hätte, Schulungen und an zwei Tagen die große Umzugs-Hilfe bei meiner Schwester. Da blieb das Radl öfter im Keller, als mir lieb war. Aber Kleinvieh macht auch Mist – und am Ende zählt die Konstanz!

Die „Bilanz der Waden“ (Januar bis April 2026, nur die Fahrten zur und von der Arbeit gezählt): Seit Anfang des Jahres standen 120 Fahrten zur Arbeit auf dem Programm. Das fühlt sich nicht nur gut an, sondern rechnet sich auch schwarz auf weiß im Vergleich zu unserer Blechschüssel:

  • Umwelt: Satte ~ 216 kg CO₂ habe ich der Atmosphäre erspart.
  • Sprit: Das entspricht ca. 93,84 Litern Super 95, die nicht durch den Auspuff gingen.
  • Geldbeutel: Bei den aktuellen Preisen habe ich knapp 189,56 € gespart. Das Budget für das nächste Bike-Upgrade wächst!
  • Energie: Da insgesamt rund 97.000 kcal auf der Strecke geblieben sind, konnte ich theoretisch 140 Pizzen verdrücken (es waren 141), ohne dass die Waage meckert.

Das Beste ist aber der Kopf: Die 17 km von der Arbeit nach Hause (meistens über Neckarwestheim und Ilsfeld) sind der perfekte Puffer, um den Stress des Tages einfach in den Weinbergen zurückzulassen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert