Wir reden oft über das große Ganze beim Wetter, aber das Mikroklima entscheidet direkt vor unserer Haustür über Wohlbefinden und Lebensqualität. Ob schattenspendende Bäume, ein bepflanzter Balkon oder feuchter Boden nach dem Regen: Es sind genau diese kleinen, lokalen Oasen, die Hitzeinseln brechen, Feuchtigkeit speichern und dafür sorgen, dass wir im Sommer überhaupt noch durchatmen können.
- Flucht
- Aufgegebene Weinberge / Mikroklima
- Das neue Sparkassen Quartier
- Supermarkt-Parkplätze der Zukunft / Mikroklima
- Mikropuschel
- Der Radius
Und jetzt viel Spaß! Der Rückblick ist mal wieder etwas umfangreicher geworden.






Ausflug an die Jagst: Obergriesheim und Duttenberg.

Mit Hendrik im Naturpark Stromberg-Heuchelberg. Hinter den Pferden ist in der Bildmitte Hohenhaslach als kleiner weißer Streifen zu erkennen. Ein paar Bäume zum Unterstellen wären nett – oder einfach für das Mikroklima.

Theatralisches Neckartal.

Bei Kaisersbach der Blick in die Landschaft. So grob: Richtung Bottwartal (im Hintergrund).

Farben in der Bude.

Das Schloss Lautenbach bei Oedheim.

Das Craftelicious in Heilbronn wurde 7. Das hat Strack, Marcoohnehut, Marco von re:tool! musikalisch untermalt. Hier noch beim Testen der Technik.

Die Weinbergschnecken wussten im Voraus über die bevorstehende Zerstörung der Erde durch die Vogonen-Bauflotte Bescheid. Nachdem ihre Versuche, die Menschheit zu warnen, wegen ihrer Artikulationsschwäche missverstanden wurden, verließen sie den Planeten kurz vor der Explosion mit der berühmten letzten Botschaft: „Macht’s gut, und danke für das Grünzeugs!“
(Anmerkung: Ihre letzten Warnungen wurden fälschlicherweise als Schleimspuren und Fraßschäden an Salatköpfen interpretiert, was die Vogonen-Problematik nicht gerade entschärfte.)

Man kann einen aufgegebenen Wengert nicht einfach zuwalden lassen. Sobald man da gezielt Bäume setzt, gilt das als Erstaufforstung nach § 25 LWaldG und ist genehmigungspflichtig – was an Hängen eigentlich immer abgelehnt wird. Nach § 26 LLG muss man die Wiese oder den Hang sogar sauber halten und pflegen, damit da nix verbuscht.
Aber (es gibt immer ein Aber): was möglich wäre.
| Ausgangslage / Geländetyp | Beste Alternative | Mikroklima & Ökologie | Pflegeaufwand & Machbarkeit |
| Sanfte Hänge / Flachlagen (voll mechanisierbar) | Streuobstwiese / Agroforst (Hochstamm-Obst, Walnuss, Mandeln) | Sehr gut: Lockere Baumkronen kühlen ohne Kaltluftstau; tiefe Wurzeln schützen vor Erosion. | Mäßig: 1–2 Mal jährlich mulchen/mähen, gelegentlicher Baumschnitt. |
| Flachlagen & Plateaus (trocken, sonnig) | Kräuter- & Sonderkulturen (z. B. Lavendel, Thymian, Safran, Aronia) | Hoch: Blütenreichtum für Bestäuber; angepasste Pflanzen trotzen zunehmender Sommerhitze. | Wirtschaftlich nutzbar: Erfordert Ernte- und Vermarktungskonzept. |
| Kuppen & Oberhänge (starke Windexposition) | Strukturreiche Feldhecken / Windschutzstreifen | Sehr gut: Bremsen austrocknende Winde, halten Feuchtigkeit im Boden; Vernetzungsachse für Vögel. | Gering: Nach Anwachsphase nur abschnittsweises „Auf-den-Stock-Setzen“ alle paar Jahre. |
| Geringwertige Böden / Restflächen (flach bis mäßig steil) | Mehrjährige artenreiche Blühwiesen / Magerwiesen | Mittel bis hoch: Hohe Biodiversität, Humusaufbau, exzellenter Erosionsschutz. | Sehr gering: 1–2 Pflegeschnitte im Spätsommer (erfüllt die Mindestflurpflege nach § 26 LLG). |
| Echte Steillagen mit Mauern (z. B. Lauffen oder Mundelsheim) | Extensive Ziegen-/Schafbeweidung oder Sukzessionspflege | Optimal für Spezialisten: Mauereidechse, Wildbienen, Schlingnatter; Kaltluft fließt frei ab. | Handarbeit/Tiere: Mechanisch kaum machbar; Ziegen fressen Gehölze ab und sichern die Mauern. |
Das Schlauste wäre, die Ansätze zu kombinieren, statt wieder nur ein Ding durchzuziehen. Ein paar Mandel-, Nuss- oder Obstbäume locker auf der Fläche verteilt, dazwischen wunderschöne Blühstreifen für Bienen, und oben am Wengert eine Hecke gegen den Wind.
Wenn man die Hanglagen dabei schön offen hält – vielleicht mit ein paar Schafen –, hat man ein top Mikroklima, keinen Kaltluftstau für die Nachbarn und spart sich am Ende sogar noch einen Haufen Pflegearbeit …
… und man schafft nebenbei eine abwechslungsreiche, völlig neue Kulturlandschaft, die nicht nur ökologisch Sinn ergibt, sondern auch fürs Auge und fürs Gemüt eine echte Bereicherung ist.

Irgendwo brennt ein Licht.

Im Moment: Stairway to Heaven von Led Zeppelin aufm Klavier.

Das neue „Sparkassen Quartier“ in Heilbronn: Ein Großprojekt, das laut PR-Sprech für „moderne Arbeitsplätze und ansprechende Lösungen für die Kundschaft“ steht.
Schaut man sich die Renderings der Architekten an, sieht man das gewohnte Bild: Photoshop-Bäume im satten Grün, lichtdurchflutete Glasfronten und maximale Freundlichkeit. Die bauliche Realität? Meist ein ernüchternder Kontrast aus massiven Kubaturen und zubetonierten Freiflächen.
Besonders Bau B lässt erahnen, wie wenig echter Raum für öffentliches Stadtleben bleibt: Ein wuchtiger Riegel, der die Innenstadt eher abschirmt als belebt. Während PR-Abteilungen und Politik von städtebaulichen Meilensteinen sprechen, fragt man sich vor Ort: Wo bleibt der tatsächliche Nutzen für die Bürger?
Bäume in engen Pflanzkübeln auf versiegeltem Boden lindern im Sommer kein Mikroklima. Das Muster kennt man bereits aus anderen Städten – am Ende entsteht vor allem repräsentative Verwaltungsarchitektur statt lebendiger Stadtraum.
Der jetzige „Altbau“ gegenüber dem Wollhaus wird durch diesen neuen Bau A ersetzt. Das macht keinen wirklichen Unterschied zu jetzt. Auch wenn das Rendering viel Grün und dezente Farben verspricht. Beides wird die spätere Realität nie aufweisen.
Banken fressen …
Erinnerungen an das KSK-Viertel in Ludwigsburg werden wach: Dort wichen einst gewachsene Strukturen, wunderschöne Altbauten, traumhafte Hinterhöfe und grüne Gärten einem glatten Neubaukomplex. Was damals als Meilenstein gefeiert wurde, ist heute vor allem eins: abends menschenleer.
Ob Heilbronn aus solchen Fehlern lernt oder am Ende doch nur eine weitere Betonlandschaft mit Sparkassen-Logo bekommt, kann jetzt schon traditionell fundiert beantwortet werden.
„Ein Neubau für das, worauf es ankommt: Maximaler Flächenfraß für Verwaltungsapparate, minimale Aufenthaltsqualität für die Stadtbevölkerung.“ – Dink, Vorstandsmitglied der Unsichtbarkasse Kochendorf am Kocher.
Und das alles in Zeiten, in denen eigentlich alles digitaler werden soll. Planen die Banken hier etwa schon den analogen Notfallplan, falls die Cloud streikt?
„Das Günstigste ist das, was man nur einmal baut. Und man baut nur einmal, was man liebt.“
Ein wunderbarer Video-Tipp von Felix.

Der schiefe Turm von Bönnigheim. Der Köllesturm.

Irgendwo vor Flein in den Weinbergen.

Endlich Regen. Sanfter Landregen statt kurzer Schauer. Und 20 °C weniger. Was für eine Wohltat. Und nein, Regenwetter ist kein Schlechtwetter. Und ich hör den Petrichor singen … riechen tu ich ihn auch.


Erneut im Naturpark Stromberg-Heuchelberg: Der Michaelsberg und Störche aufm Golfplatz Cleebronn.
Immer wenn sich die Schwalben zur Abreise sammeln, packt mich eine leichte Melancholie. Die kleinen Schwirrdrachen und die Schreidrachen, die schon Wochen früher weitergezogen sind, fehlen mir dann einfach.
Das Geschnaufe möchte ich entschuldigen. Kurz vorher hatte ich einen Hügel zu erklimmen.





Auf dem Eberstädter Weg zwischen Neuenstadt am Kocher und Eberstadt.






Von Lauffen am Neckar auf den Bergrücken des Heuchelbergs, einen Downhill-Trail runter und auf Irrwegen über Feldwege irgendwo zwischen Massenbach und Heilbronn. Da muss ich durch ein Portal geradelt sein, denn meine Taschenkamera und das Smartphone hatten die Photos hinterher mit unterschiedlichen Zeiten gespeichert.

Die ersten Nebel sind wieder da…
Taikodonner und Regen auf Arbeit.

Schöne Wolkenspiele, und der Wind vertreibt die Schwüle.

Wolkenpanoramen.

Gin-Experimente.



Shanni, Marco, Lars, Christine, Dink und Yvi waren mit dem Boot aufm Neckar unterwegs.

James Herrmann, der Bauernhof-Kater.

Unfassbar leckere Wraps von Yvi.

Regenbogen zum Monatsende.

Noch so Gedanken wegen dem Mikroklima und Hitzeföhn…
Ein gewöhnlicher Supermarkt-Großparkplatz ist im Sommer eine Kombination aus Bratpfanne und Wüstenwind. Verwandelt man diese Asphaltwüsten in ein überdachtes, multifunktionales „Biosolar-Areal“, entstehen geniale Synergien – von der handfesten Energiewende bis zu den kleinen Freuden des Alltags.
Hier kommt die Vision eines Supermarkt-Parkplatzes der Zukunft (klammern wir Vandalismus und sonstige Idiotien mal aus):
1. Die Alltags-Helden: Rettung für Frisur, Badelatschen & Tiefkühler
- Keine schmelzenden Flip-Flops & kochende Pfoten: Auf ungeschütztem Asphalt (der 65 °C bis 70 °C heiß wird) sinken Weichgummisohlen fast ein, und Hunde verbrennen sich sofort die Pfotenballen. Unter dem Solardach bleibt der Boden bei handwarmen 25 °C bis 30 °C.
- Frisuren- und Make-up-Schutz (365 Tage im Jahr):
- Im Sommer: Man tritt nicht aus dem klimatisierten Markt in eine Wand aus 40 °C heißer Föhnluft, die jede Frisur binnen Sekunden kollabieren lässt.
- Im Herbst/Winter: Kein panischer Sprint durch Starkregen mit zerreißenden Papiertüten, ruiniertem Haar und nassen Füßen. Man lädt in aller Ruhe im Trockenen ein.
- Die Rettung für Speiseeis & Schokolade: Im Auto herrschen keine 70 °C Backofentemperatur mehr. Das Schokoeis und die Tiefkühlkräuter überleben den Transport nach Hause tatsächlich im gefrorenen Zustand, statt schon auf den ersten zwei Kilometern zu Suppe zu mutieren.
- Kein „Lenkrad-Branding“: Kein Fahren mit zwei Fingerspitzen, weil das Lenkrad glüht, und keine Verbrennungen an metallischen Gurtschnallen beim Anschnallen der Kinder.
- Boden der Zukunft: Offen statt versiegelt: Ein nachhaltiger Parkplatz verzichtet auf durchgehenden Asphalt. Stattdessen kommen versickerungsoffene Beläge wie Rasengittersteine oder spezielle Porenpflaster zum Einsatz. Das kühlt zusätzlich durch Verdunstung, schont das Grundwasser und schafft – da diese Flächen Pflege brauchen – neue, grüne Arbeitsplätze direkt vor Ort. In angenehmem Mikroklima.
2. Die grüne Oase: Hochbeete, Naschhecken & Schwammstadt
Statt toter Begrenzungsstreifen aus Schotter werden die Zwischenräume und Stützpfeiler der Carports aktiv bepflanzt:
- Hochbeete & Naschgärten zwischen den Parkreihen: An den Pfeilern wachsen vertikale Kletterpflanzen (Hopfen, Wilder Wein, Spalierobst). Dazwischen stehen Hochbeete mit Rosmarin, Lavendel oder Minze. Der Parkplatz riecht nicht mehr nach heißem Teer und Benzin, sondern nach Kräutergarten. Und vielleicht ist der Parkplatz zusätzlich von Bäumen umsäumt? Oder es stehen vereinzelt welche dazwischen? Wie auf diesen fabulierten Architekten-Renderings. Nur dann in echt. Lebende Details fürs Mikroklima.
- Der „Supermarkt-Gemeinschaftsgarten“: Lokale Kitas, Schulen oder Nachbarschaftsinitiativen können die Hochbeete pflegen – oder der Markt verkauft die dort geernteten Kräuter als „Ultralokal vom Parkplatz“.
- Wasser marsch – die Schwammstadt: Die riesigen Solardächer leiten das Regenwasser nicht in die Kanalisation, sondern in unterirdische Zisternen. Damit werden die Hochbeete automatisch tröpfchenbewässert, und der Supermarkt nutzt das Wasser für die Toilettenspülung oder eine regengeschützte Autowaschanlage.
3. Die perfekte Energie-Symbiose für den Supermarkt
- Das 1:1-Match bei der Kühlung: Supermärkte haben ihren höchsten Stromverbrauch genau dann, wenn draußen die Sonne brennt (Kühlregale, Tiefkühlung, Raumklimatisierung). Das Parkplatz-Solardach liefert genau in diesen Spitzenzeiten gewaltige Mengen günstigen Strom. Direkt vom Parkplatz ins Gebäude.
- Laden während des Einkaufs: An jedem zweiten Pfeiler sitzt eine Ladesäule. Kunden laden ihr E-Auto mit echtem, direkt auf dem Parkplatz erzeugtem Solarstrom auf, während sie 30 – 45 Minuten ihren Wocheneinkauf erledigen.
4. Multi-Use: Vom toten Parkplatz zum lebendigen Platz
Ein überdachter, schattiger und begrünter Großparkplatz ist an Sonntagen oder nach Ladenschluss viel zu schade, um leer zu stehen:
- Wetterunabhängige Wochen- & Flohmärkte: Perfekt geschützt vor praller Sonne oder Nieselregen.
- Sicherer Mikro-Mobilitäts-Hub: Beleuchtete, trockene Stellplätze für Lastenräder, E-Bike-Leihstationen und Paketstationen (DHL, Amazon etc.) direkt am Carport.
- Angenehmes Sicherheitsgefühl: Moderne Carports verfügen über integrierte, blendfreie LED-Beleuchtung und Kameras. Dunkle, gruselige Parkplatz-Ecken am Winterabend gehören der Vergangenheit an.
Fazit: Ein überdachter Supermarkt-Parkplatz mit Solarmodulen und Hochbeeten verwandelt eine städtische Hitze- und Asphalt-Wüste in ein klimapositives Kraftwerk, eine grüne Oase und ein echtes Komfort-Upgrade für jeden einzelnen Kunden und das Mikroklima.
Wir müssen vor allem weg von dem Gedanken, dass Bäume böse sind, da darin Vögel sitzen, die das darunter geparkte Auto vollkacken. Oder der Blütenstaub oder sonstige Loslösungen aus dem Baum das Auto verdrecken. Autos retten einen vielleicht beim Bankraub.
Hier noch fünf Optionen, was unterschiedliche Bepflanzungen auf einer Fläche, die einem Fußballfeld (ca. 0,7 Hektar / 7.140 m²) entspricht, bewirken können:
CO₂-Klimabilanz im direkten Vergleich
| Kulturart | Temporäre CO₂-Aufnahme im Wachstum | Dauerhafte CO₂-Speicherung pro Fußballfeld / Jahr | Dauerhaftigkeit der Speicherung |
|---|---|---|---|
| Wald (Mitteleuropa) | Hoch (~8.000 kg) | ca. 7.000 bis 9.000 kg | Sehr hoch (Jahrzehnte bis Jahrhunderte im Holz gebunden) |
| Nutzhanf | Extrem hoch (~10.000 kg) | ca. 3.000 bis 6.000 kg (als Baustoff) | Hoch bis niedrig (Hängt komplett von der Verwertung ab) |
| Weinberg | Mittel (~2.500 kg) | ca. 1.400 bis 2.100 kg | Mittel (Reben leben lang; Fahrgassenbegrünung entscheidend) |
| Hopfenfeld | Hoch (~4.000 kg) | ca. 700 bis 1.050 kg | Niedrig (Stirbt oberirdisch jährlich komplett ab) |
| Weizenfeld | Mittel (~3.000 kg) | ca. 0 kg (Netto-Null / CO₂-Quelle) | Keine (Vollständiger Abbau im selben Jahr) |
Die Optionen fürs Mikroklima im Kurzporträt
- Wald: Der unangefochtene Champion. Bäume schichten Biomasse dreidimensional über Jahrzehnte auf, und der Waldboden bildet ungestört mächtige Humusschichten, ohne jemals gepflügt zu werden.
- Nutzhanf: Der Einjahres-Rekordhalter. Er wächst in nur vier Monaten bis zu vier Meter hoch, benötigt kaum Pflanzenschutz und wurzelt tief. Wird er zu langlebigen Baustoffen (z. B. Hanfkalk, Dämmung) verarbeitet, schlägt er auf Jahressicht sogar den Weinberg.
- Weinberg: Solide Dauerkultur. Die Rebstöcke bleiben 30 bis 50 Jahre stehen. Da das Schnittgut meist schnell verrottet, steckt über 75 % des dauerhaft gebundenen CO₂ im Boden – daher sind begrünte Fahrgassen und Humusaufbau der Schlüssel.
- Hopfen: Der Spurt-Verlierer. Zwar wächst er im Sommer rasant bis zu 7 Meter hoch, wird bei der Ernte aber komplett bodennah abgeschnitten. Die Pflanzenreste verrotten rasch, wodurch fast das gesamte CO₂ wieder entweicht.
- Weizen: Das Nullsummenspiel. Die kurzzeitige CO₂-Bindung wird durch Ernte, Strohverwertung, Neuaussaat und intensive Bodenbearbeitung im selben Jahr wieder vollständig neutralisiert.
Für den maximalen, dauerhaften Klimaschutz führt kein Weg am Wald (also viele Bäume auf einem Haufen) vorbei. Unter den landwirtschaftlichen Nutzpflanzen ist Nutzhanf die stärkste Waffe (sofern er in langlebigen Baustoffen landet), gefolgt vom Weinberg mit begrünter Bodenpflege. Hopfen und Weizen spielen für eine dauerhafte CO₂-Bindung praktisch keine Rolle.
Ein funktionierender Mischwald könnte aus einer artengemischten Struktur bestehen: Rotbuche (das Rückgrat), Eichenarten, Edellaubhölzer, Fichte und Kiefer, Weißtanne, … aber das ist nochmal ein anderes Thema.
Und übrigens: Warum Hanf auch nach der Ernte dem Mikroklima nützt
Während die Pflanze auf dem Feld Hitze dämpft und Feuchtigkeit spendet, setzt sich ihr Klima-Effekt auf der Baustelle nahtlos fort:
Aus dem Jahresertrag von nur einem Fußballfeld Nutzhanf lassen sich rund 40 Kubikmeter Hanfkalk herstellen – genug, um die Außenwände eines kleinen Einfamilienhauses komplett zu dämmen. Das Entscheidende dabei: Während konventioneller Beton für dieses Volumen rund 12 Tonnen CO2 in die Atmosphäre bläst, schließt die Hanfwand über 4 Tonnen CO2 dauerhaft ein.
Statt einer weiteren CO2-Schleuder schaffen wir damit eine echte Kohlenstoffsenke – und ganz nebenbei ein diffusionsoffenes, natürlich reguliertes Raumklima, das im Sommer kühlt und Schimmel keine Chance lässt. Bauen mit Pflanzen statt mit Zement ist aktiver Klimaschutz, der vom Acker direkt in die Wand wandert.
Aber auch das wäre ausführlicher mal ein weiteres Thema.

Liebe Content-Creator und Influencer – weiblich wie männlich. Hier eine kurze Anmerkung am Rande: Das lästige Herumwedeln mit dem Mikrofon ist dank moderner Mikrofone eigentlich überflüssig geworden.
Du kannst diese Pompons an einem T-Shirt, am Hemdkragen, am Träger einer Bluse oder sogar an deinem kleinen Zeh befestigen – mit den richtigen Einstellungen funktioniert alles.
Auf der Suche nach dem Mikroklima

August: 1.391 km Weite, 11.619 m Höhe, 63 Stunden, 78 Touren.
