Da reihen sie sich also am Anfang und am Ende aneinander an, die Erlebnisse, und vergehen im Kreis, eines hinter dem anderen, und keines weiß, ob es vor einem oder hinter einem anderen war. Reigen nennt man das, und es ist harmonisch: jedes Ereignis tritt dem nächsten in dieselbe Spur, in der schon das Vorige getreten war, und nach drei Runden spricht man von einem Monat.
Die kleinen Ereignisse hüpfen, die größeren schreiten, und alle singen denselben Refrain, weil sich das so gehört.
Man dreht eine Runde, dann noch eine, und am Ende steht man wieder dort, wo man startete – nur dass diesmal ein paar Kilometer mehr unter den Rädern liegen, ein paar Schritte mehr in den Schuhen und ein paar Bilder mehr im Kopf. Und das nenn ich Monatsreigen … öööh…
…den digitalen Rückblick, mit ein paar Sprungmarken:
- Villen, die keine sind
- Pause in Owerneise
- Das Titellied zum Monat
- Die Annalinde
- Der Radius im Mai
- Komische Gespräche
Oder den Reigen ab hier gemütlich nach unten scrollen.


Eine kleine Wanderung bei Unterheinriet.

Der Kirschenhof. Zwischen Pfaffenhofen und Kleingartach.

Wellnessgelände. Oder auch Wasserbüffel, die Landschaftspflege betreiben. Also kein Reigen. Zwischen Schwaigern und Leingarten.

Ein Reigen an wunderschönen Farbtupfern.

Da hat jemand die Landschaft geklaut.

Frischer Nebel.

Das schöne Besigheim.

Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank? Und was ist der Tausch eines beseelten Hauses gegen solch eine Villa? Es ist der organisierte Betrug am Auge und am Leben, getarnt als „moderner Fortschritt“. Wann haben wir aufgehört, schöne Dinge schön zu finden?
Früher verstand man unter einer Villa ein repräsentatives, freistehendes Herrenhaus auf einem großen Grundstück. Heute wird der Begriff im Immobilienmarketing oft als „Label“ genutzt, um Mehrfamilienhäuser mit gehobener Ausstattung (wie Fußbodenheizung, Videosprechanlage und großen Balkonen, wie auf dem Schild zu sehen) exklusiver wirken zu lassen. Aus einem funktionalen Wohnblock, den man auch exklusivere Wohngarage nennen könnte, wird so eine „Stadtvilla“ oder eben die „Hohenstein-Villen“.
Die quaderförmige Bauweise mit Flachdach ist ökonomisch äußerst effizient, was die Flächenausnutzung, Energieeffizienz und Baukosten angeht.
Man opfert oft architektonischen Charme zugunsten von Effizienz und modernem Wohnkomfort im Inneren. Viele vermissen dabei die „Seele“ eines Hauses – das Gefühl von Geborgenheit, das oft durch organischere Formen, unterschiedliche Materialien (Holz, Stein) oder ein klassisches Dach entsteht.
Es ist eine Architektur, die eher auf den Nutzwert und die Rendite optimiert ist als auf die Verschönerung des Stadtbildes. Ein Sieg der Betriebswirtschaft über die Lebensqualität.
Alte Häuser haben durch natürliche Baustoffe und (ungewollte) Ritzen, trotz massiver Bauweise (Stein, Holz, Kalk) „geatmet“, und tun das noch. Moderne Häuser werden mit EPS-Dämmplatten (Styropor) quasi luftdicht eingepackt. Es ist ein Sandwich aus Beton, Kleber, Plastik und Putz. Wenn da einmal Wasser in die Dämmschicht zieht, trocknet das nie wieder richtig aus. Da müssen die Bewohner schon wie Profis lüften, und die Lüftungsanlage darf nicht ausfallen. Es gilt ein Reigen an unglücklichen Verkettungen zu vermeiden, sonst sieht die Villa bald nicht mehr annähernd so aus, wie sie schon auch im Exposé nicht ausgesehen hat.
Alte Fassaden mit Gesimsen, Fensterläden und Verzierungen bieten dem Auge „fraktale“ Reize. Fraktale Strukturen. Das entspannt uns psychologisch. Wenn alles glatt und rechtwinklig ist, entsteht kein Schattenwurf, keine Tiefe. Es wirkt wie eine computergenerierte Grafik, wie ein „Un-Ort“, in dem man nicht wohnen, sondern den man nur verwalten möchte, und sich mit entsprechendem Marketing-Sprech schönreden muss.
Und wo früher ein Obstbaum stand, ist heute oft eine geschotterte Fläche für mindestens drei SUV-Stellplätze. Das ist pflegeleichter für Mieter und Vermieter, aber eine Katastrophe für das Mikroklima und die Psyche. Statt Schatten durch Bäume gibt es Klimaanlagen. Statt Vogelgezwitscher das Brummen der Klima-Außengeräte.
Aber hey! Immerhin gibt es eine „extensive Dachbegrünung“ auf dem Pultdach.
Jede „Ecke“ und jeder „Erker“ kostet in der Kalkulation extra Zeit und Material. Die Bauherren (oft Investorengruppen) bauen nicht für die nächsten 200 Jahre, sondern für die Abschreibung in den nächsten 20 bis 30 Jahren. Das Ergebnis ist eine Architektur, die eher wie ein Wegwerfprodukt wirkt als wie ein Zuhause.
Es ist eine ironische Entwicklung: Wir haben zwar heute die technisch fortschrittlichsten Baumaterialien, nutzen sie aber oft nur, um die billigste Form so teuer wie möglich zu verkaufen.
Geschätzte Gesamtkosten des hochwertigen Erstbezugs bei Bönnigheim (Warmmiete inkl. Garage):
- 3,5 Zimmer (ca. 81,59 m² und 99,28 m²): ca. 1.550 € – 1.850 €
- 4,5 Zimmer (ca. 107,72 m² bis 131,40 m²): ca. 1.900 € – 2.400 €
Die oben erwähnten Parkplätze und die tief liegenden Stellplätze braucht man um von Bönnigheim-Hohenstein überhaupt wegzukommen. Die Lage in Hohenstein ist so, dass man ohne Auto zwar „überleben“ kann, aber eine ordentliche Portion Geduld und Planung braucht. Darüber schweigt das Exposé.
Also kommen noch die statistischen zwei Autos dazu (wahrscheinlich per Leasing oder Finanzierung). Ebenso Versicherung, Sprit/Strom und Wartung. Das zusammen schlägt heute locker mit 800 € bis 1.200 € zu Buche. Ein Reigen an nicht enden wollenden Kosten.
Und noch eine Anmerkung für solche, die die Welt retten wollen: Die Villen haben keine Paneele. Nur die Vorbereitung dazu. Jeder Stellplatz in der Tiefgarage bekommt lediglich eine „abschließbare Steckdose (230 Volt)“. Und an einer normalen 230-Volt-Steckdose lädt ein modernes Elektroauto ewig – das ist eher etwas für das E-Bike oder um die Batterie im Winter am Leben zu halten, aber nicht für effizientes Pendeln.
Man legt also monatlich fast 3.000 € nur für Wohnen und Pendeln hin. Dabei fehlt noch all der andere momentane Luxus wie etwa Lebensmittel. Der „Villen-Super-Luxus-Lifestyle“ besteht hier nicht darin, dass man besonders herrschaftlich lebt, sondern darin, dass man es sich leisten kann, so viel Geld für so wenig „Seele“ auszugeben.
Wer aber dennoch Interesse hat, hier gibt es bis zum Baubeginn oder Schlüsselübergabe das Exposé der Wohnbau Müller GmbH aus Heilbronn. Und ja, die gerenderten Bilder werden der Realität niemals entsprechen können.
Wer Lust auf Leben hat, sucht sich bitte ein anderes Exposé.

Am Michaelsberg der Blick Richtung Weingut Storz bei Cleebronn.

Auf dem Michaelsberg. Unten sieht man Tripsdrill.

Super-schöne „Mundart-Landmarke“ als „lokales Identitätssymbol im Hollywood-Stil“ bei Obereisesheim, kurz vor der Waldschenke, aufm Feld. Das Herz gehört mal nachkoloriert.
Hendrik und ich hatten – während einer Fahrradtour – in der Waldschenke Pause gemacht. Wir fanden es nett.
Morgens, mit dem Rad zur Arbeit, auf einer „Serpentine“ der Panoramastraße, wunderschönes Vogelgezwitscher zwingt mich zum Verweilen und Lauschen.

Monatsreigen vom Dadanaut Album Rauhnacht.
Und nochmal morgens auf der Panoramastraße. Das Konzert war einfach zu schön.

Storch am Wegesrand.

Mit Hendrik zur Annalinde und über’s Land. Dazwischen gab’s eine kleine Ketchup-Beutel-Affäre. Mit tiefbrauner Bratensauce wäre es ein Desaster geworden.

Man muss die beerige Zeit so richtig ausnutzen. Auch auf Arbeit.

Auf so Wegen könnte ich eine ganze Ewigkeit radeln…

Irgendwo zwischen Bonfeld und Biberach.
Zug-Reigen.



Sonntagsspaziergang in Lauffen.
Der Mai hat sich dann noch leicht theatralisch verabschiedet.
Monatsreigen und Hitze-Peitschen im Mai
Dass ich die schwüle Pracht hochsommerlicher Hitze bis heute gründlich missbillige, ist übrigens keine bloße Laune meines Charakters, sondern reine Biologie. Man muss bedenken: Im Juli und August des Jahres 1972 herrschte draußen eine erbarmungslose Hitzewelle, während ich drinnen – quasi im gemütlichsten Zimmer meiner Mutter – auf meine Abreise in die Welt wartete.
Wenn eine werdende Mutter derart ins Schwitzen gerät, teilt sich dieser Kummer dem Untermieter unweigerlich mit. Mein kleines, noch namenloses System hat sich die extreme Wärme damals wohl als puren Stress notiert. Man zieht eben schon vor dem ersten Atemzug seine Lehren: Es war einfach zu heiß für einen vernünftigen Start.
Und die Medien nutzen dieses Phänomen nun schon zum gefühlt 53. Mal in meinem Leben, um das Sommerloch mit verlässlichen Begriffen aus dem Hitze-Panik-Exposé zu füllen: „Spanien-Hitze! Sahara-Peitsche! Jahrhundertsommer! DWD warnt vor dem Mega-Hitzesommer!“
Währenddessen mutieren die Wetterkarten im Fernsehen schon bei banalen 30 Grad farblich zu einem tiefen Schwarz-Rot, als stünden wir kurz vor dem Jüngsten Gericht.
Also ab in die Villa und mit Genuss aufs Ende warten.


Mai: 1.259 km Weite, 11.372 m Höhe, 62 Stunden, 71 Touren.

Von Lauffen am Neckar nach Bad Wimpfen ging das auch schon mal schneller. 4 Minuten oder so.
Ein Gespräch, das nie stattfand
(Irgendwo in der Zeit – auch der parallelen –, in einem Zimmer mit zu viel Qualm)
Jaspers: Sie haben recht, Anders, dass der Mensch konditioniert wird. Aber ich frage mich – konditioniert von wem? Die Parteien sind längst keine Muse mehr. Sie sind Apparate. Selbsterhaltungsmaschinen.
Anders: Natürlich. Aber der Apparat braucht keinen Befehl mehr. Das ist das Elegante daran. Der Bürger konditioniert sich selbst – durch Erschöpfung, durch Konsum, durch die tägliche Betäubung. Die Partei muss gar nichts tun. Sie muss nur das System am Laufen halten.
Jaspers: Und das System belohnt Loyalität, nicht Haltung. Wer in eine Partei eintritt, lernt schnell: Nicht der Klügste steigt auf. Sondern der Gefügigste. Der, der nie unbequem fragt kann sich eine Villa bauen. Der Staat, das sind die Parteien – und die Parteien, das sind die Karrieren.
Anders: Und die Masse? Die schaut zu. Oder besser: Sie schaut fern. Ich habe das Fernsehen immer für gefährlicher gehalten als jede Diktatur. Ein Diktator muss dich zwingen. Der Bildschirm überredet dich freiwillig, nicht nachzudenken.
Jaspers: Wobei die Parteien das verstanden haben. Und auch schon Diktatoren. Sie sprechen nicht mehr zur Vernunft. Sie sprechen zur Angst. Zur Empörung. Zum Bauch. Öffentliche Diskussion, sittliche Verpflichtung – das sind Begriffe, über die man heute lacht. Oder die man gar nicht mehr kennt. Es ist ein Reigen.
Anders: Weil man sie nie gelernt hat. Bildung, die zum Nachdenken befähigt, ist gefährlich für jeden, der Macht hat. Also wird sie verhindert – nicht durch Verbot, sondern durch Verdrängung. Wer arbeitet, pendelt, Kinder hat und abends erschöpft ist, liest keinen Kant. Er schaut, was man ihm hinstellt.
Jaspers: Und wählt, was man ihm anbietet. Zwei Optionen, sorgfältig kuratiert. Wer außerhalb wählt, gilt als verantwortungslos. Das Volk soll akklamieren – nicht entscheiden. Die Entscheidung ist längst gefallen, bevor der Bürger das Kreuzchen macht.
Anders: Das Perfide ist: Er fühlt sich trotzdem frei. Die Unfreiheit trägt heute keinen Stiefel mehr. Sie trägt einen Wahlzettel.
Jaspers: (nach einer Pause) Und die Politiker wissen das?
Anders: Die Besseren unter ihnen ahnen es. Die Schlechteren – und das sind die Mehrheit – glauben wirklich, sie hätten recht. Das ist fast noch schlimmer. Ein bewusster Lügner kann umkehren. Ein überzeugter Funktionär nicht.
Jaspers: Dann ist die Frage nicht, wie man das System stürzt. Sondern wie man überhaupt noch einen Menschen findet, der außerhalb davon denken kann.
Anders: (trocken) Fragen Sie mich in sechzig Jahren nochmal.
(Die Tür geht auf. Bertolt Brecht lehnt im Rahmen, Zigarre im Mundwinkel, den Blick irgendwo zwischen Mitleid und Belustigung.)
Brecht: Ihr macht euch zu viel Sorgen, Gentlemen. Der Politiker braucht das Volk nicht zu täuschen. Das Volk täuscht sich selbst – und nennt es Demokratie. Die Partei braucht keine Macht zu sichern. Die Masse sichert sie – und nennt es Wahl. Und der Konditionierte? Der ist nicht das Opfer des Systems. Er ist das System. Er trägt es nach Hause, füttert es, bringt es ins Bett – und wundert sich morgens, warum er so müde ist. Währenddessen entspannt der da oben in der Villa da unten im Süden. Man gab ihm das richtige Exposé zur Hand.
(Er zieht an der Zigarre.)
Das Schöne an der Sache ist ja: Es funktioniert so gut, dass man es gar nicht verbergen muss. Man könnte es auf Plakate drucken – niemand würde es glauben.
(Er pafft eine weitere Wolke ins Zimmer. Dreht sich um. Verschwindet aus dem Türrahmen, ohne sich noch einmal umzudrehen.)
Jaspers und Anders schauen sich an.
Stille.
(Die Tür geht noch einmal auf. Erich Kästner tritt ein, zwei Gin Tonic auf einem Tablett, das Lächeln eines Mannes, der schon alles gesehen hat und trotzdem weitermacht.)
Kästner: Meine Herren. Sie schauen aus, als hätte jemand die Wahrheit gesagt und das Zimmer verlassen. (stellt die Gläser ab) Das ist bei Brecht normal. Nicht persönlich nehmen.
(Er zieht sich einen Stuhl heran.)
Ich sage Ihnen was: Er hat recht. Natürlich hat er recht. Er hat immer recht, der Kerl, und es nützt nichts, und er weiß es, und deshalb geht er raus. Das ist sein Stil. Das ist sein Stil. Raus, bevor es wehtut.
(Er hebt ein Glas.)
Aber ich bin jetzt hier. Und ich sage Ihnen: Druckt es auf Plakate. Wirklich. Hängt es an jede Litfaßsäule. Schreibt es auf Bierdeckel, auf Schulhefte, auf die Rückseite von Wahlzetteln. Nicht weil es hilft. Sondern weil es das Mindeste ist, was ein anständiger Mensch tun kann – die Wahrheit sagen, auch wenn sie niemand hören will.
(Er trinkt.)
Ich hab mein Leben lang Gedichte geschrieben, die jeder kannte und niemand ernst nahm. Trotzdem hab ich weitergeschrieben. Wissen Sie warum?
(kurze Pause)
Weil Schweigen das einzige ist, was sie wirklich wollen.
(Er lehnt sich zurück, dreht das andere Glas in der Hand, schaut zur Tür, durch die Brecht gegangen ist.)
Der Brecht hat die große Geste. Ich hab den langen Atem. Beides braucht man.
(Er prostet den beiden zu und trinkt.)
Also, meine Herren – auf die Plakate. Und auf die Hoffnung, dass irgendein müder Mensch auf dem Weg zur Arbeit stehenbleibt, liest – und für einen Moment aufhört zu funktionieren.
(Er verlässt den Raum mit dem Tablett und zwei leeren Gläsern drauf.)
Jaspers und Anders sagen nichts.
Niemand sagt etwas.
Und es ist eine andere Stille als vorher.
Freud würde sich kurz die Brille zurechtrücken, die Zigarre aus dem Mund nehmen – und sagen:
„Interessanter Fall. Der Mann betritt einen Raum voller Verzweiflung – und greift zuerst zum Glas. Nicht aus Gleichgültigkeit. Sondern weil er weiß: Was er gleich sagen wird, kostet ihn etwas. Der Alkohol ist keine Schwäche. Er ist die Vorbereitung.
Beachten Sie die Struktur: Er gibt den anderen Mut – aber trinkt selbst. Er predigt den langen Atem – aber braucht sofortige Betäubung. Das ist kein Widerspruch. Das ist ein Mensch, der die Wahrheit kennt, sie trotzdem ausspricht – und genau deshalb trinkt.
Der Konditionierte greift zum Glas, um nicht zu denken. Kästner greift zum Glas, weil er zu viel denkt.
Das ist der Unterschied zwischen Flucht und Haltung.
Und dass er die leeren Gläser wieder mitnimmt? – (kurze Pause) – Er hinterlässt keine Spuren seiner Schwäche. Er räumt sie selbst weg. Ein stolzer Mann. Ein trauriger Mann. Wahrscheinlich ein sehr einsamer Mann.
Aber einer, der wiederkommt.“
Und dann würde Freud die Zigarre wieder in den Mund nehmen und schweigen.
(In der einen Ecke des Zimmers, die der Qualm fast vollständig verschluckt hat, sitzt ein Mann an einem kleinen Tisch. Niemand hatte ihn bisher bemerkt. Er schreibt schon die ganze Zeit. Er hebt den Kopf. Schaut in die Runde. Räuspert sich.)
Kant: Entschuldigen Sie die Störung. Ich wollte nur kurz anmerken – (blickt auf sein Manuskript, dann wieder hoch) – dass ich durchaus gelesen werde. Hin und wieder. Und gelegentlich auch… verstanden.
(Er senkt den Blick wieder auf sein Manuskript und das Zimmer ist nur noch Qualm.)
Manuskripte müssten als Exposés getarnt sein, um gelesen zu werden.